Auftakt

vdw-Jahresauftakt 21: Ein Rückblick

Trotz Corona auch Optimismus spürbar

Premiere für den vdw: Erstmals fand der vdw-Jahresauftakt als Livestream statt. Mehr als 150 Teilnehmer verfolgten die „Sendung“ aus dem hannoverschen Peppermint-Studio an den Monitoren in ihren Büros oder im Homeoffice. Angesichts der weiterhin ernsten Corona-Lage im Land warnte Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt in ihrer Begrüßung davor, die wirtschaftlichen Risiken für die Wohnungswirtschaft zu unterschätzen. Sie lobte das verantwortungsvolle Handeln der Wohnungswirtschaft in der Krise: „Jeder Mieter eines vdw-Mitgliedsunternehmen war froh, eine sichere Wohnung zu einem fairen Preis zu haben. Jeder war froh über einen Vermieter, der sich um seine Mieter kümmert, der Kündigungen wegen coronabedingter Einkommensverluste vom ersten Tag an ausgeschlossen hat, der soziale Strukturen unterstützt und den Zusammenhalt in Nachbarschaft und Quartier befördert. Einen Vermieter der bei Not am Mann da ist.“ Wie bei einem „echten“ Neujahresempfang gab es Grußworte vom hannoverschen Oberbürgermeister Belit Onay, vom Niedersächsischen Umwelt- und Bauminister Olaf Lies, von der Bremer Bausenatorin Dr. Maike Schaefer und von GdW-Präsident Axel Gedaschko. Alle betonten unisono, dass noch große Anstrengungen nötig seien, um die Probleme am Wohnungsmarkt zu beheben. Insbesondere fehlen weiterhin bezahlbare Wohnungen nicht nur für Bezieher von Transfereinkommen, sondern auch für Familien mit mittleren Einkommen, für die Mieten von zehn Euro oder mehr nicht zu bezahlen sind. „Festredner“ war Dr. Daniel Dettling vom „Zukunftsinstitut“. Der Trendforscher plädierte trotz der besorgniserregenden Gegenwart für mehr Optimismus. Dass wir die Krise erfolgreich hinter uns lassen, ist für ihn sicher, denn: „Wir alle gemeinsam sind intelligenter als Corona!“ Unsere Zukunftsintelligenz sei zugleich Heilmittel und Immunsystem. In der abschließenden Gesprächsrunde, moderiert von NDR-Journalistin Christina von Saß, unterstrich Dettling die Verschiebungen zwischen Städten und ländlichen Gebieten, die sich vermutlich noch verfestigen werden. Verbandsdirektorin Dr. Schmitt hob noch einmal den „Wert der Wohnung“ hervor – als Rückzugsort, aber auch als Ort des Wohlfühlens. In Bezug auf die Zukunft der Innenstädte waren sich Verbandsdirektorin und Trendforscher einig: Das Wohnen wird in diesen Bereichen wieder einen höheren Stellenwert bekommen.

Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
in Niedersachsen und Bremen e.V. - 2021