vdw-Neujahrsempfang als Livestream

Trotz Corona auch Optimismus spürbar

Premiere für den vdw: Erstmals fand der vdw-Jahresauftakt als Livestream statt. Mehr als 150 Teilnehmer verfolgten die „Sendung“ aus dem hannoverschen Peppermint-Studio an den Monitoren in ihren Büros oder im Homeoffice. Angesichts der weiterhin ernsten Corona-Lage im Land warnte Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt in ihrer Begrüßung davor, die wirtschaftlichen Risiken für die Wohnungswirtschaft zu unterschätzen. Sie lobte das verantwortungsvolle Handeln der Wohnungswirtschaft in der Krise: „Jeder Mieter eines vdw-Mitgliedsunternehmen war froh, eine sichere Wohnung zu einem fairen Preis zu haben. Jeder war froh über einen Vermieter, der sich um seine Mieter kümmert, der Kündigungen wegen coronabedingter Einkommensverluste vom ersten Tag an ausgeschlossen hat, der soziale Strukturen unterstützt und den Zusammenhalt in Nachbarschaft und Quartier befördert. Einen Vermieter der bei Not am Mann da ist.“ Wie bei einem „echten“ Neujahresempfang gab es Grußworte vom hannoverschen Oberbürgermeister Belit Onay, vom Niedersächsischen Umwelt- und Bauminister Olaf Lies, von der Bremer Bausenatorin Dr. Maike Schaefer und von GdW-Präsident Axel Gedaschko. Alle betonten unisono, dass noch große Anstrengungen nötig seien, um die Probleme am Wohnungsmarkt zu beheben. Insbesondere fehlen weiterhin bezahlbare Wohnungen nicht nur für Bezieher von Transfereinkommen, sondern auch für Familien mit mittleren Einkommen, für die Mieten von zehn Euro oder mehr nicht zu bezahlen sind. „Festredner“ war Dr. Daniel Dettling vom „Zukunftsinstitut“. Der Trendforscher plädierte trotz der besorgniserregenden Gegenwart für mehr Optimismus. Dass wir die Krise erfolgreich hinter uns lassen, ist für ihn sicher, denn: „Wir alle gemeinsam sind intelligenter als Corona!“ Unsere Zukunftsintelligenz sei zugleich Heilmittel und Immunsystem. In der abschließenden Gesprächsrunde, moderiert von NDR-Journalistin Christina von Saß, unterstrich Dettling die Verschiebungen zwischen Städten und ländlichen Gebieten, die sich vermutlich noch verfestigen werden. Verbandsdirektorin Dr. Schmitt hob noch einmal den „Wert der Wohnung“ hervor – als Rückzugsort, aber auch als Ort des Wohlfühlens. In Bezug auf die Zukunft der Innenstädte waren sich Verbandsdirektorin und Trendforscher einig: Das Wohnen wird in diesen Bereichen wieder einen höheren Stellenwert bekommen.

Dettling Januar 2021
Dettling August 2021
Dettling September 2021
Dettling Dezember 2021

Aufzeichnung des Live-Streams:

Fachtagung „Digitalisierung"

Zum siebten Mal hat der vdw Niedersachsen Bremen gemeinsam mit dem Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen die eine Fachtagung Digitalisierung veranstaltet – coronabedingt wurde auch diese Tagung als Livestream produziert. Fazit nach der vierstündigen Übertragung: Premiere geglückt. 200 Teilnehmer haben den Livestream verfolgt. vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt sieht diese tolle Resonanz als Bestätigung dafür, in der Zeit der Pandemie vermehrt digitale Veranstaltungsformate anzubieten: „Online-Tagungen und Online-Seminare werden von unseren Mitgliedsunternehmen immer stärker nachgefragt.“ Zumal der vdw bei den digitalen Formaten mittlerweile ein sehr hohes Niveau erreicht hat. So war auch die Fachtagung Ende April technisch und inhaltlich in höchstem Maße anspruchsvoll. Wissenschaftler, Unternehmensvertreter und Digitalexperten sorgten für einen breiten Themenmix. Schwerpunkt waren unter anderem „Neue Formen des Arbeitens“ und die Perspektiven von Smart Living-Technologien. Zu den Referenten zählten der Niedersächsische Digitalisierungsstaatssekretär Stefan Muhle, die Immobilienwirtschaftlerin Professor Verena Rock, Haufe-Lexware-Geschäftsführungsmitglied Susanne Vieker und Digitalexperte Dr. Willms Buhse aus Hamburg. „Selbstverständlich wollen wir uns 2022 bei der Digitalisierungs-Tagung wieder in Präsenz treffen“, sagte Dr. Schmitt zum Abschluss, „aber mit dieser Online-Tagung dürften wir die vielen Interessierten sehr zufrieden gestellt haben.“ Erstmals gab es auch eine „virtuelle Fachausstellung“ mit immerhin sieben „Messeständen“. Außerdem konnte sich verschiedene Firmen mit Informationen auf virtuellen Monitoren präsentiert.



Digitale Wohnungsbesichtigung
Führen auf Distanz
Mobiles Arbeiten
Teamgeist trotz Homeoffice
PropTechs
Übersicht PropTechs
Phishing/Social Engeneering
IT-Ökosysteme
Klimaneutralität

Norddeutscher Genossenschaftstag

Die norddeutschen Wohnungsgenossenschaften haben von der Politik eine stärkere Unterstützung des genossenschaftlichen Modells gefordert. „Gäbe es als Genossenschaft organisierte Wohnungsunternehmen nicht, müsste man sie erfinden“, erklärten Dr. Susanne Schmitt, Verbandsdirektorin des vdw Niedersachsen Bremen, und Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) beim gemeinsamen Genossenschaftstag. Die Veranstaltung unter dem Motto „Let´s build the future: Wohnungsgenossenschaften gestalten die Zukunft!“ wurde coronabedingt als Livestream ausgestrahlt.

Genossenschaftstag - Positionspapier

Dem vdw und dem VNW gehören in Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg 265 Wohnungsgenossenschaften an. Sie garantieren fast 700 000 Menschen ein bezahlbares und sicheres Dach über dem Kopf. Die monatliche Netto-Kaltmiete liegt in den fünf Bundesländern bei den Genossenschaften im Durchschnitt bei 5,93 pro Quadratmeter – und damit deutlich unter den Werten der örtlichen Mietenspiegel.

Genossenschaftstag - Statistik

Niedersachsens Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Berend Lindner sagte in seinem Grußwort, dass die Rechtsform der Genossenschaft sich wachsender Beliebtheit erfreue. Das zeige sich unter anderem in der wachsenden Startup-Szene. Ziel dortiger Initiativen sei die Weiterentwicklung des GmbH- und Aktienrechts zu Rechtsformen mit gebundenem Eigentum und Vermögen. Der Staatssekretär dankte den Wohnungsverbänden. Sie seien eine starke Stimme der Wohnungswirtschaft und wichtige Ansprechpartner der Landesregierungen im Norden Deutschlands. Wohnungsgenossenschaften agierten nachhaltig im Interesse der Mitglieder und trügen wesentlich zur Stabilisierung der wohnungswirtschaftlichen Märkte in Norddeutschland bei. „Sie sind ein Garant für den sozialen Ausgleich“, sagte Dr. Lindner.

Verbandstag 2021

20 Monate waren vergangen, seit dem der vdw Gäste bei seinem Jahresauftakt 2020 in Hannover begrüßen konnte. Dann kam Corona, und statt der ebenso beliebten wie traditionsreichen Verbandsveranstaltungen, bei denen man Kollegen, Freunden und Fachleuten begegnen konnte, gab es digitale Kost. Und so hieß es beim Verbandstag im September in Bad Lauterberg im Harz überall „…endlich mal wieder“. Wohin man auch blickte: Endlich mal wieder persönliche Begegnung, endlich mal wieder Gespräche von Angesicht zu Angesicht, endlich mal wieder die typische vdw-Atmosphäre.

Der Verbandstag stand im Zeichen von Kommunal- und Bundestagswahlen. Rund 150 Vertreter aus vdw-Mitgliedsunternehmen sowie zahlreiche Experten aus Politik und Wissenschaft sprachen über bessere Rahmenbedingungen für das bezahlbare Wohnen, mehr Klimaschutz im Gebäudesektor und nachhaltige Unternehmensstrategien. Zentrale Botschaft: Bezahlbares Wohnen ist Daseinsvorsorge und muss nach der Bundestagswahl ganz oben auf der politischen Agenda stehen! Bei der Öffentlichen Veranstaltung zeigte Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt auf, wo der Schuh drückt: „Wir brauchen eine verlässliche Förderung der wirklich effektiven Klimaschutzmaßnahmen, die verstärkte Nutzung regenerativer Energiequellen auch bei den Versorgern, mehr und günstigere Baugrundstücke, digitalisierte Genehmigungs- und Planungsverfahren und ein deutlich größeres staatliches Engagement für den Bau und Erhalt von Sozialwohnungen.“ Die Bremer Staatsrätin Gabriele Nießen forderte mehr nachhaltige und klimaneutrale Neubauprojekte. Der Niedersächsische Baustaatssekretär Frank Doods lobte die vdw-Mitglieder für ihre Neubauanstrengungen: „Die Wohnungswirtschaft hat gezeigt, dass sie leistungsfähig ist, aber dennoch ist der Bedarf weiter groß. Wir haben unsere Neubauziele klar verfehlt.“ GdW-Präsident Axel Gedaschko kritisierte Radio Bremen für den Umgang mit der Brebau im Zusammenhang über angebliche Diskriminierungen von Mietinteressenten: „Die Berichterstattung war ein Skandal.“

Den Festvortrag hielt die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Maren Urner. Ihre These: Für ein wirklich nachhaltiges Leben ist hierzulande ein radikales Umdenken erforderlich. Wie das funktionieren könnte, legte sie in ihrem kurzweiligen Beitrag sehr anschaulich dar.



"Viel hilft viel - oder wie wenig ist genug?" von Prof. Elisabeth Endres
Sonderheft Verbandstag

Fachtagung Rechnungswesen

Nach einem Jahr Pandemie-Pause hat auch wieder die bewährte vdw-Fachtagung Rechnungswesen stattgefunden. Wie immer auf Gut Thansen und erneut mit besonderem Flair und einer Mischung aus intensiven Workshops, hochkarätigen Fachvorträgen und kurzweiligem Miteinander. Das Themenspektrum war breit gefächert von Digitalisierung über Klimaschutz bis hin zu aktuellen Fragen des Steuer- und Handelsrechts.

Fachtagung Digitalisierung 2022

Das Veranstaltungsjahr 2022 begann zwar mit den Absagen des vdw-Jahresauftakts und des geplanten Parlamentarischen Abends. Aber Anfang März fand mit der Fachtagung Digitalisierung in Hamburg endlich die erste Präsenzveranstaltung in diesem Jahr statt. Schwerpunktthemen: Cybercrime, Datensicherheit und Nachhaltigkeit.

Hier einige Eindrücke von dieser gelungenen Tagung
Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
in Niedersachsen und Bremen e.V. - 2022